Die Sonne

149 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, ist die Sonne unser nächstgelegener Stern.
Sie gibt elektromagnetische Wellen (die Sonnenstrahlung) ab, die für unser Leben unverzichtbar sind.
Diese Strahlung kann sich auf den Organismus jedoch auch schädlich auswirken.
Nur ein kleiner Teil der Strahlung gelangt auf die Erde, denn verschiedene Schichten der Atmosphäre halten die für den Menschen gefährlichsten Strahlen ab.

Sonnenstrahlen

Die kosmischen, Gamma-, X- und UVC-Strahlen sind extrem gefährlich, werden aber von der Ozonschicht in der Stratosphäre blockiert und treffen nicht auf die Erdoberfläche. Die Ozonschicht ist ein wirkungsvolles Schutzschild gegen die schädlichsten Sonnenstrahlen.

Folgende Strahlen gelangen auf die Erdoberfläche:

  • UVB-Strahlen (280 bis 320 nm) sind die gefährlichsten Strahlen, die die Erdoberfläche erreichen. Sie sind am energiereichsten und richten am meisten Schaden an.

    Sie dringen nicht unter die Epidermis (oberste Hautschicht) und werden von Fensterglas zurückgehalten.

    Sie verursachen Sonnenbrand und sind an gewissen Langzeitschädigungen der Haut (Hautalterung und Hautkrebs) beteiligt.

  • UVA-Strahlen sind weniger energiereich als UVB-Strahlen, dringen jedoch tiefer in die Haut und auch durch Fensterglas hindurch.

    Sie sind verantwortlich für Sonnenallergien und auf lange Sicht an der Beschleunigung der Hautalterung und der Entstehung von Hautkrebs beteiligt.

  • Sichtbares Licht sind die von unserem Auge wahrnehmbaren Strahlen und ermöglichen uns das Sehen. Sie enthalten die Farben des Regenbogens und reichen von 390 nm (violett) bis 780 nm (rot).

  • Infrarotstrahlen (780 nm bis 1mm) verursachen ein Wärmegefühl.

  • Mikro- und Radiowellen befinden sich auf einer Wellenlänge über 1mm.

Die Intensität der UV-Strahlen hängt von verschiedenen Faktoren ab:

Breitengrad

Je näher am Äquator, desto intensiver wird die Sonnenbestrahlung, insbesondere die UV-Strahlen. In den Tropen stehen die Sonnenstrahlen vertikal, die Einstrahlung ist somit am stärksten.

Höhe

Mit zunehmender Höhe werden aufgrund der dünneren Atmosphäre weniger UV-Strahlen absorbiert. Ab 300 Meter über Meer nehmen UV-Strahlen pro 100 Höhenmeter um 4% zu.

Wolkenschicht

Je dichter die Wolken, desto schwächer die UV-Strahlen (um 15 bis 75%), denn sie werden reflektiert, absorbiert und von den Wolken gestreut.

Rückstrahlung

Je nach Oberfläche werden Sonnenstrahlen mehr oder weniger stark reflektiert, was ihre Intensität verstärken kann. UV-Strahlen werden vom Wasser (5 bis 20%), Sand (15%), Gras (3%) und insbesondere vom Schnee und Eis (70 bis 90%) reflektiert.

Sonnenposition

Je höher die Sonne am Himmel steht, desto intensiver ist die UV-Bestrahlung. Diese variiert also im Laufe des Tages. Am stärksten ist sie zwischen 11 und 15 Uhr.

Vorzüge

Thermische Wirkung

Wärmegefühl

Anti-rachitische Wirkung

UVB-Strahlen unterstützen die für den Knochenbau notwendige Vitamin D-Synthese. Eine wöchentlich 2- bis 3-malige UVB-Exposition der unbedeckten Hautbereiche während 10 bis 15 Minuten deckt den Vitamin D-Bedarf ausreichend ab.

Melanogenese (Bräunen)

Die Melanogenese, also die Bildung von Melanin, ist der wichtigste natürliche Abwehrmechanismus der Haut gegen UV-Strahlen. Die Bräune erscheint zwei Tage nach dem Aufenthalt an der Sonne und erreicht ihr Maximum 3 Wochen nach der Exposition.

Risiken

Aktinisches Erythem (Sonnenbrand)

Ein aktinisches Erythem oder Sonnenbrand ist eine Schädigung resp. Zerstörung der Epidermiszellen.

Sonnenbrand wird zu 80% durch UVB- und zu 20% durch UVA-Strahlen verursacht.

Generell verläuft ein durch UVB-Strahlen verursachtes Erythem (Rötung) in zwei Etappen, mit einer sofortigen, vorübergehenden Phase, die nach wenigen Sekunden beginnt und nur einige Minuten dauert, und einer längeren Phase, die innert 3 bis 5 Stunden einsetzt, nach 12 bis 24 Stunden ihren Höhepunkt erreicht und ca. 72 Stunden anhält.

Gutartige Lichtdermatose

Sie erscheint bei den ersten Expositionen an der Sonne, vorzugsweise bei Frauen im Alter von 15 bis 35 Jahren. Charakteristisch sind kleine rote, leicht erhabene Flecken, ähnlich einer Urtikaria (Nesselsucht), oder kleinen Bläschen verbunden mit heftigem Juckreiz. Betroffen sind Dekolleté, Schultern, Arme, Handrücken und Füsse.

Lichtbedingte Hautalterung

Sie tritt auf den der Sonne ausgesetzten Hautzonen auf und macht sich durch Falten und braune Flecken bemerkbar.

In der Epidermis: Verdickung der Hornschicht; Erscheinen von Pigmentflecken. UVB-Strahlen verursachen insbesondere bei hellhäutigen Personen kleine, unästhetische kleine braune Flecken, genannt aktinische Lentigo, sonnenbedingte Lentigo, senile Lentigo oder Altersflecken.

In der Dermis lösen UV-(insbesondere UVA-)Strahlen die Freisetzung von freien Radikalen aus, wodurch Kollagen- und Elastinfasern zerstört werden. Es bilden sich tiefe Falten, kleine Ansammlungen geschädigter Fasern und ein gelblicher Hautton bei älteren Personen.

Lichtbedingte Karzinogenese

Sie bezeichnet den gesamten Prozess, der zur Entstehung von Hautkrebs durch Sonnenbestrahlung geführt hat.

Lichtempfindlichkeit

Gewisse Substanzen (Parfums, Medikamente, Hormone etc.) erhöhen die Empfindlichkeit der Haut gegenüber der Sonne.

Bei einer Exposition führt dies zu einer Hautreaktion.

Lichturtikaria

Sie tritt einige Minuten nach dem Aufenthalt an der Sonne auf, bildet nesselähnliche Quaddeln und verschwindet im Schatten innerhalb weniger Stunden spontan.

Melasma

Man sieht es hauptsächlich bei schwangeren Frauen, es wird deshalb auch "Schwangerschaftsmaske" genannt. Dabei handelt es sich um unregelmässig begrenzte Flecken im Gesicht, auf dem Hals und dem Dekolleté.

Hautkrebs

Er ist bei weitem die am häufigsten auftretende Krebsart beim Menschen. Man nimmt an, dass in Europa die Hautkrebsrate jährlich um 5 bis 10% ansteigt. Nach Schätzungen der WHO (Weltgesundheitsorganisation) entstehen weltweit jährlich fast 130'000 neue Melanome und über 2 Millionen andere Hautkrebsarten.

1/3 der weltweit diagnostizierten Krebsarten ist Hautkrebs.

Geschätzte 66'000 jährliche Todesfälle sind auf Melanome und andere Hautkrebsarten zurückzuführen.

Man unterscheidet drei Hautkrebstypen.

Das Basalzellkarzinom

ist die häufigste (75 %), aber am wenigsten aggressive Hautkrebsform. Sie tritt ohne vorherige Schädigung auf. Das Basalzellkarzinom entwickelt sich nur lokal und befindet sich hauptsächlich auf den unbedeckten Hautbereichen (Gesicht, Hals, Hände etc.). Bei einer frühzeitigen Diagnose und einer geeigneten Behandlung sind die Heilungschancen gross. 95% der Patienten mit einem Basalzellkarzinom sind zum Zeitpunkt der Diagnose über 40 Jahre alt.

Das Plattenepithelkarzinom

entwickelt sich ebenfalls aus der Epidermis. Es entsteht meist bei älteren Personen mit vorgängigen Läsionen, hauptsächlich nach aktinischen Keratosen. Aufgrund seiner lokalen Aggressivität und seiner Neigung, zu metastasieren, muss es frühzeitig behandelt werden. Bei einer rechtzeitigen Diagnose und einer geeigneten Behandlung liegt die Heilungsrate hoch. Das Plattenepithelkarzinom macht ca. 15% der Hautkrebsarten aus.

Das maligne Melanom

ist die gefährlichste Hautkrebsart. Es handelt sich um einen bösartigen Tumor des Pigmentsystems (Melanozyten), der auf gesunder Haut oder aus einem bestehenden, degenerierenden Naevus (Muttermal) entsteht. Wird er frühzeitig entdeckt, kann er behandelt werden. Später ist eine aggressivere Therapie nötig, um die Streuung der Krebszellen im Körper zu verhindern. Er entwickelt sich aus den Pigmentzellen der Epidermis und kann rasch auf andere Organe übergreifen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung erhöhen die Heilungschancen. 10% aller Hautkrebsarten sind maligne Melanome.

Wie untersuche ich meine Haut ?

Die regelmässige Selbstuntersuchung Ihrer Haut ist für die Früherkennung von malignen Melanomen unverzichtbar. Sie können sie selbst mit einem Spiegel oder mit Hilfe eines Familienmitglieds vornehmen.

Trotzdem empfiehlt es sich, regelmässig einen Dermatologen aufzusuchen.

  1. Untersuchen Sie Ihren Körper mit einem Spiegel bei erhobenen Armen von vorne, von hinten sowie seitlich.

  2. Die Vorderarme, die Innen- und Aussenseiten der Arme, die Handflächen.

  3. Die Hinterseite Ihrer Beine, die Zehenzwischenräume, die Fusssohlen, den Genitalbereich.

  4. Den Nacken, die Kopfhaut scheitelweise mit Hilfe eines Handspiegels

  5. Die Lenden und das Gesäss.

  6. Konsultieren Sie beim geringsten Zweifel Ihren Arzt

Regeln im Umgang mit der Sonne

Tragen Sie die richtige Menge Ihres Sonnenschutzprodukts auf

Der richtige Umgang mit der Sonne

Um den angegebenen Lichtschutzfaktor zu erzielen, tragen Sie das Sonnenschutzprodukt wie nachfolgend beschrieben in ausreichender Menge auf:

Meiden Sie die Sonne zwischen 12 und 16 Uhr.

Setzen Sie Babys und Kleinkinder nie direkt der Sonne aus.

Verwenden Sie einen textilen Sonnenschutz (Hut, Sonnenbrille, T-Shirt etc.).

Für anhaltenden Schutz regelmässig nachcremen, insbesondere nach jedem Aufenthalt im Wasser, wenn Sie geschwitzt oder Ihre Haut abgetrocknet haben.

Tragen Sie den Sonnenschutz vor dem Aufenthalt an der Sonne auf. Die Anwendung eines Sonnenschutzes sollte Sie nicht dazu verleiten, lange an der Sonne zu verweilen.

Zu lange Sonnenbäder sind ernsthaft gesundheitsgefährdend. Überprüfen Sie Ihre Muttermale regelmässig nach der ABCDE-Regel.

Muttermale … können gefährlich werden

Meistens sind Muttermale gutartig und bleiben es auch.

Jeder Veränderung muss jedoch Beachtung geschenkt werden, denn sie kann der Entstehung eines Hautkrebses vorangehen.

Mit der ABCDE-Regel können Sie Ihre Muttermale regelmässig kontrollieren.
Wenn Sie folgende Feststellungen machen:

  • Asymmetrie …
  • Begrenzung unregelmässig …
  • Colour (Farbe) ungleichmässig …
  • Durchmesser grösser als 6 mm …
  • Entwicklung fortschreitend …

Konsultieren Sie Ihren Dermatologen, eine frühzeitige Diagnose ist für die Heilung unverzichtbar.

Normales aussehen eines Muttermals:

  • Symmetrisch, rund

  • Regelmässige Begrenzung

  • Gleichmässige Farbe (hell- oder dunkelbraun)

  • Durchmesser kleiner als 6 mm

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