FRAGEN /
ANTWORTEN

Wie wirken sich Sonnenstrahlen auf unsere Haut aus?

WOHLBEFINDEN

Es ist unumstritten, dass Sonnenstrahlen unsere Stimmung und unser Wohlbefinden beeinflussen. Licht stimuliert die Produktion der hauptverantwortlichen Hormone zur Regulierung unseres Biorhythmus. Dies wirkt sich auf unseren Schlaf-/Wachzyklus und unsere Laune aus.

Gemäss Weltgesundheitsorganisation «verstärken Wärme und Sonnenlicht das allgemeine Wohlbefinden und stimulieren die Blutzirkulation».

IMMUNSYSTEM

Einmal von der Haut absorbiert, können Sonnenstrahlen den reibungslosen Ablauf gewisser Schlüsselfunktionen unseres Abwehrsystems jedoch stören.

HAUTKREBS

Das Störungspotential der UV-Strahlen basiert teilweise auf ihrem Vermögen, Brüche im Zell-DNA zu verursachen. Die Zellen, die nun «den Schaden beheben» wollen, können Fehler begehen, mutieren und die Entstehung von Krebs begünstigen. Hier sind «nicht melanozytäre» Krebsarten von Melanomen zu unterscheiden.

Erstere entwickeln sich viel langsamer und sind selten tödlich, doch die chirurgische Behandlung kann schmerzhaft sein und Narben hinterlassen.

Melanome sind sehr gefährlich.

Häufige Sonnenbestrahlung im Laufe der Kindheit scheint ein grösseres Risiko darzustellen als die Exposition im späteren Leben.

VITAMIN D:

Ultraviolett-Strahlen sind notwendig zur Vitamin D-Synthese. Es sind die B-Strahlen (UVB), welche die Bildung von Vitamin D auf der Basis eines natürlicherweise in der Haut vorkommenden Cholesterin-Derivats ermöglichen.

LICHTSENSIBILITÄT:

UV-Strahlen können im Kontakt mit der Epidermis unterschiedliche Reaktionen hervorrufen. Im allgemeinen handelt es sich dabei um eine Lichtallergie, bei der bereits die geringste Sonnenbestrahlung einen Hautauschlag oder einen heftigen Sonnenbrand auslöst. Es gibt auch Fälle von Lichttoxizität, oft in Verbindung mit der Einnahme gewisser Medikamente (bestimmte, nicht steroide Entzündungshemmer, Schmerzmittel, Antibiotika, Antidepressiva etc.)

BRÄUNUNG:

Dies ist die sichtbarste Reaktion: Unter der Sonne bräunt die Haut.

UV-Strahlen erreichen zwei Zelltypen:

- Die Keratinozyten: Sie sind Hauptbestandteil der Haut und vermehren sich, damit die Haut dicker wird und besser geschützt ist.

- Die Melanozyten: Sie liegen tiefer in der Haut und produzieren unter dem Einfluss von UV-Strahlen Melanin, ein schützendes, braunes Pigment, das die Hautbräune erzeugt.

Vorsicht! Melanozyten können nicht den ganzen Tag über Melanin erzeugen. Längeres Verweilen an der Sonne bewirkt also keine intensivere Hautbräune. Es besteht im Gegenteil das Risiko eines Sonnenbrands oder der Schädigung anderer Hautstrukturen. Denn sind die Melanozyten und Keratinozyten erst einmal «gesättigt», werden die UV-Strahlen, die weiterhin auf die Haut treffen, nicht mehr neutralisiert.

LICHTBEDINGTE HAUTALTERUNG:

UVA- und UVB-Strahlen sind verantwortlich für die Hautalterung.

Wenn UVA-Strahlen in die tieferen Schichten der Epidermis dringen, schädigen sie die Elastin- und Kollagenfasern, welche zur Struktur der Dermis gehören. Wird das Bindegewebe so zerstört, verliert die Haut letztlich ihre natürliche Elastizität. Hals, Gesicht und Hände leiden am meisten unter übermässiger UV-Bestrahlung.

Der Verlust der Hautelastizität begünstigt die Faltenbildung. Sonnenbäder ohne Schutz verursachen irreversible Flecken auf dem Gesicht.

Wie entsteht ein
Sonnenbrand?

An der Sonne reagiert die Haut immer gleich: Sie schützt sich und wird dunkler, um UV-Strahlen abzuwehren, die Epidermis und Dermis angreifen. Auf diese Weise bräunt die Haut.

Diese Abwehrreaktion ist wirksam, aber leider begrenzt. Wenn die Haut den UV-Strahlen nicht mehr gerecht wird, verbrennen diese das tiefe Hautgewebe, eine schmerzhafte Rötung, ein Sonnenbrand, entsteht.

Die maximale UV-Dosis, die die Haut verträgt, kann sehr rasch erreicht sein. Je nach Person genügt ein halbstündiges Sonnenbad über Mittag, um einen Sonnenbrand «einzufangen».

Weshalb sollte man sich schützen?

Ein Sonnenbrand stärkt die Haut nicht und macht sie auch nicht widerstandsfähiger gegen die Sonne. Ganz im Gegenteil schwächt er ihre Abwehrkraft gegenüber der Sonne und erhöht das Risiko irreparabler Schäden. Leider ist bereits die Tatsache, im Laufe der Kindheit einen heftigen Sonnenbrand zu erleiden, ein Risikofaktor, als Erwachsener an Hautkrebs zu erkranken. Die im Laufe des Lebens angesammelte UV-Dosis ist ein entscheidender Faktor, und ist das Kapital erst einmal ausgeschöpft, erzeugt die Haut keine gleichmässige Bräune mehr, sondern vielmehr dunkle Flecken.

Verhindert ein
Sonnenschutzprodukt das Bräunen?

Sonnencreme wurde speziell entwickelt, um zu vermeiden, dass die Hautabwehr versagt. Sie wirkt wie ein Puffer zwischen Haut und Sonne:

Indem sie die Menge an UV-Strahlen, die in die Haut dringen, vermindert, ermöglicht sie eine Melanogenese (Bräunung) unter optimalen Bedingungen.

Was ist ein SPF?

Der Sun Protection Factor ist ein Index, der den Hautschutzgrad eines Produkts bezeichnet. Der SPF steht im Verhältnis zur Hautempfindlichkeit. Je sensibler die Haut, desto eher muss auf Sonnenschutzprodukte mit hohem SPF zurückgegriffen werden.

Was unterscheidet UVA- von UVB-Strahlen?

Nur ein kleiner Teil der UVB-Strahlen (5%) durchdringt die Atmosphäre. Trotz dieses starken Filtereffekts ist er in der Lage, im Kontakt mit der Epidermis die Vitamin D-Synthese auszulösen, die Bräunung anzuregen und, bei übermässiger Bestrahlung, einen Sonnenbrand zu verursachen.

Auch können diese Strahlen das Immunsystem der Haut schwächen. Langfristig haben wiederholte UVB-Bestrahlungen noch weitere Auswirkungen auf Struktur und Gleichgewicht der Epidermis: Sie sind an der Hautalterung und der Entstehung gewisser Hautkrebsarten beteiligt.

UVA-Strahlen werden von der Atmosphäre kaum gefiltert. Sie treffen in grosser Zahl von der Sonne direkt auf unsere Haut und dringen tiefer ein als UVB-Strahlen. Sie durchdringen die Epidermis und sind an der Melaninsynthese und somit am Phänomen der Hautbräunung beteiligt. Ihr Hauptziel jedoch sind die Elastinfasern der Haut, und somit sind sie Hauptverursacher der vorzeitigen Hautalterung. Doch das ist nicht alles: Auch scheinen sie mittels DNA-Schädigung die Entwicklung von Hautkrebs zu begünstigen.

Welche Creme eignet sich für mich, und wieviel soll ich auftragen?

Je nach Hauttyp:

Schwangere Frauen:

Sie benötigen den ganzen Sommer über einen sehr hohen Schutz für Gesicht und Dekolleté, SPF 50+.

Das grösste Risiko schwangerer Frauen ohne Sonnenschutz ist die Entstehung von Melasmen, braune Flecken auf Gesicht und Dekolleté.

Sonnenunempfindliche Haut:

Sie benötigt sehr hohen Schutz (SPF 50+) nur unter extremen Bedingungen, d.h. in den Tropen, im Hochgebirge, auf Gletschern etc. Ansonsten reicht hoher Schutz (SPF 30) am Meer und mittlerer Schutz bei alltäglichen Aktivitäten ohne spezielle Exposition (SPF 20).

Sonnenbrandgefährdete Haut:

SPF 50+ ist bei jeder Gelegenheit unverzichtbar (Strand, Spiel im Park etc.).

Sonnenresistente Haut:

Da sie UV-Strahlen eher gut widersteht und kaum mit Sonnenbrand konfrontiert ist, reicht ein mittlerer Schutz (SPF 20 bis 30), um Sonnenschäden zu vermeiden.

Haut, die nur leicht bräunt:

Ein hoher Schutz bietet sich Personen an, die oft unter Sonnenbrand leiden. SPF 30 bis 50+ bei Strandaktivitäten oder längeren Aufenthalte an der Sonne.

Babys:

Ob helle oder dunkle Haut, Babys und Kinder unter 3 Jahren dürfen nie direkt der Sonne ausgesetzt werden! Ihre Haut ist zu empfindlich, und auch zum Schutz vor indirekter Sonnenbestrahlung (im Kinderwagen, unter dem Sonnenschirm etc.) sollten Sie nur Produkte mit sehr hohem Schutzfaktor und abgestimmter Formulierung (ohne Duftstoffe, ohne Paraben etc.) verwenden.

Je nach Produkttyp:

Um den mittels Sonnenschutzfaktor angegebenen Schutzgrad zu erzielen, das Sonnenschutzprodukt in ausreichender Menge auftragen.

Creme für das Gesicht:

  • - Tube mit Dosierspender: Durchschnittlich 7 Pumpstösse für das Gesicht und den Hals eines Erwachsenen.
  • - klassische Tube ohne Dosierspender, eine Fingerlänge für das ganze Gesicht.

Creme für den Körper:

  • - klassische Tube: Tragen Sie zwei Fingerlängen auf. Dies entspricht der benötigten Menge für jeden Arm, jedes Bein (vorne und hinten), den oberen Rückenbereich, die Lenden, die Brust, den Bauch.
  • - Produkt mit Zerstäuber: 6 Sprühstösse auf den Vorderarm eines Erwachsenen.

Schutz-Stick:

7-mal über die zu schützende Hautzone fahren.

WAHR / FALSCH

Selbstbräuner schützen nicht vor der Sonne.

WAHR

Ein Selbstbräuner bietet absolut keinen Schutz vor der Sonne. Er verleiht der Haut lediglich eine künstliche Bräune

Die maximale UV-Bestrahlung findet zwischen 11 und 16 Uhr statt.

WAHR

Wenn die Sonne am Zenit steht, dringen ihre ausgesandten UVB-Strahlen leichter durch die natürlichen Barrieren der Erde. Sie werden weniger gefiltert, erreichen uns mit einem höheren Energiekapital als zu einem anderen Zeitpunkt des Tages und sind gefährlicher und schädlicher für unsere Epidermis.

Übermässige Sonnenbestrahlung beschleunigt die Hautalterung.

WAHR

UV-Strahlen verursachen braune Flecken, doch insbesondere Falten.

Der Himmel ist bewölkt, also benötige ich keinen Sonnenschutz.

FALSCH

Die Sonne gibt auch hinter den Wolken UV-Strahlen ab. Eine tiefe Wolkenschicht bildet einen gewissen Schutz gegen UV-Bestrahlung, mehr nicht. Stehen die Wolken hoch am Himmel, bieten sie kaum Schutz vor den Strahlen, die Sonnenbrand verursachen oder unsere Epidermis in der Tiefe schädigen.

Die Sonne begünstigt die Vitamin D-Bildung.

WAHR

In der Tat sorgen die Sonnenstrahlen selber für die Synthese. Unter ihrem Einfluss verwandelt sich ein in der Haut gelagertes, inaktives Pro-Hormon in aktives Vitamin D.

In den Tropen ist die Sonnenbestrahlung am stärksten.

WAHR

In den Tropen scheint die Sonne am stärksten, weil ihre Strahlen vertikal eintreffen. Vertikale Strahlen sind nicht von Natur aus «stärker», aber sie dringen in die Atmosphäre, wo die Schichten am dünnsten sind, und werden daher weniger absorbiert.

In den Bergen ist die Sonne weniger gefährlich.

FALSCH

Trockener Sand reflektiert 15% der eintreffenden Strahlen sofort, der Schaum der Wellen ca. 25%. Entgegen jeder Annahme exponiert man sich in den Schneebergen einer viel intensiveren Sonnenbestrahlung, denn Schnee reflektiert 75 bis 90 % der UV-Strahlen.

In den Bergen sollte man auch bedenken, dass die Höhe die Sonnenbestrahlung beeinflusst, denn diese nimmt pro 100 Höhenmeter um 4% zu.

Per E-Mail senden
  • Persönlich abgestimmte Beratung
  • Spezialangebote & Wettbewerbe
  • Mitteilungen zu ihren Lieblingsprodukten

Jede Haut hat ihre besonderen Bedürfnisse ,
Finden Sie Ihr Eau Thermale Avène Pflegeritual

Starten Sie jetzt
  • Produktempfehlungen für Ihre Hautprobleme
  • Zugang zu Ihren Lieblingsprodukten und Kommentaren
  • Registrieren Ihrer Einkäufe, um Ihre Treue zu belohnen
Melden Sie sich jetzt an

Suche läuft

Login required

You must log into your Avène account to save this information.


Login or create an account